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Gesetzgebung 202628. August 202515 Min. Lesezeit

E-Rechnung (Peppol) in der Slowakei: Vorbereitung 2026 für den Start 2027

Ab 01.01.2027 wird die elektronische Rechnung für inländische Transaktionen von MwSt.-Pflichtigen obligatorisch. In diesem Artikel finden Sie eine praktische Implementierungsanleitung mit Checkliste und Zeitplan.

Ing. Marián Drozd

Steuerberater, 20+ Jahre Erfahrung

Pflicht ab: 01.01.2027

Wichtiger Termin!

Ab 01.01.2027 sind MwSt.-Pflichtige verpflichtet, Rechnungen für inländische Transaktionen im strukturierten elektronischen Format (E‑Rechnung) nach den Regeln des e‑Faktúra-Systems auszustellen und empfangen zu können. Auf den Empfang und die Verarbeitung müssen auch die Empfänger vorbereitet sein.

Was ist eine E-Rechnung und warum kommt sie?

Eine E-Rechnung ist nicht nur eine per E-Mail versandte PDF. Es handelt sich um ein strukturiertes elektronisches Dokument im XML-Format, das eine automatische Verarbeitung ohne manuelle Dateneingabe ermöglicht.

Was KEINE E-Rechnung ist

  • • PDF-Rechnung per E-Mail
  • • Gescannte Papierrechnung
  • • Word/Excel-Dokument
  • • Bild einer Rechnung

Was EINE E-Rechnung ist

  • • Strukturierte XML-Datei
  • • Peppol BIS (Billing) nach aktueller Spezifikation
  • • Automatisch verarbeitbar
  • • Nach Systemregeln validierbar

Was ist Peppol?

Peppol (Pan-European Public Procurement OnLine) ist ein europäischer Standard für den Austausch elektronischer Dokumente. In der Slowakei wird das Format Peppol BIS Billing für Rechnungen verwendet (nach aktueller Spezifikation).

Zeitplan: Was wann zu tun ist

2025

Vorbereitungsphase

  • • Audit des aktuellen Rechnungsprozesses
  • • Ermittlung des Volumens inländischer Rechnungen
  • • Erste Marktrecherche nach Lösungen
  • • Beratung mit Buchhalter/Softwarelieferant
Q1-Q2 2026

Lösungsauswahl

  • • Veröffentlichung der Liste zertifizierter Anbieter
  • • Auswahl des Implementierungsweges (Software vs. Dienstleister)
  • • Vertragsabschluss mit Anbieter
  • • Vorbereitung interner Prozesse
Q3-Q4 2026

Implementierung und Tests

  • • Technische Implementierung (API, Integration)
  • • Testrechnungen in der Sandbox-Umgebung
  • • Mitarbeiterschulung
  • • Aktualisierung interner Richtlinien
01.01.2027

Produktivstart

  • • Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen für inländische Transaktionen
  • • Pflicht zum Empfang von E-Rechnungen
  • • Volle Integration mit MwSt.-Meldungen

Wen betrifft es?

PFLICHT (Ausstellung) für:

  • MwSt.-Pflichtige bei inländischen Transaktionen
  • • Rechnungen, die ein MwSt.-Pflichtiger nach den Regeln des MwSt.-Gesetzes ausstellen muss

Vorbereiten müssen sich auch:

  • • Empfänger, an die MwSt.-Pflichtige E‑Rechnungen ausstellen (Empfang, Verarbeitung, Archivierung)
  • • Anbieter von Buchhaltungs-/ERP-Systemen (Integration, Automatisierung)
  • • Der Umfang für weitere Transaktionstypen kann sich je nach Gesetzgebung und Zeitplan ändern

Implementierungswege: Wie geht das?

Option 1: Upgrade der Buchhaltungssoftware

Die meisten slowakischen Buchhaltungsprogramme (Pohoda, OMEGA, Money S3, MRP) bereiten E-Rechnungsmodule vor.

+ Integration mit Buchhaltung+ Bekannte Umgebung- Abhängigkeit vom Lieferanten

Option 2: Zertifizierter Dienstleister

Externe Lösung über zertifizierten Peppol Access Point Provider. Geeignet für Unternehmen mit hohem Rechnungsvolumen.

+ Professioneller Support+ Skalierbarkeit- Monatliche Gebühren

Option 3: Direktzugang über das Portal der Finanzverwaltung (e‑Faktúra)

Manuelle Ausstellung über das Webportal der Finanzverwaltung. Nur für minimales Rechnungsvolumen geeignet.

+ Ohne Investitionen- Manuelle Arbeit- Skaliert nicht

Quellen und Gesetzgebung

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