E-Rechnung (Peppol) in der Slowakei: Vorbereitung 2026 für den Start 2027
Ab 01.01.2027 wird die elektronische Rechnung für inländische Transaktionen von MwSt.-Pflichtigen obligatorisch. In diesem Artikel finden Sie eine praktische Implementierungsanleitung mit Checkliste und Zeitplan.
Ing. Marián Drozd
Steuerberater, 20+ Jahre Erfahrung
Wichtiger Termin!
Ab 01.01.2027 sind MwSt.-Pflichtige verpflichtet, Rechnungen für inländische Transaktionen im strukturierten elektronischen Format (E‑Rechnung) nach den Regeln des e‑Faktúra-Systems auszustellen und empfangen zu können. Auf den Empfang und die Verarbeitung müssen auch die Empfänger vorbereitet sein.
Was ist eine E-Rechnung und warum kommt sie?
Eine E-Rechnung ist nicht nur eine per E-Mail versandte PDF. Es handelt sich um ein strukturiertes elektronisches Dokument im XML-Format, das eine automatische Verarbeitung ohne manuelle Dateneingabe ermöglicht.
Was KEINE E-Rechnung ist
- • PDF-Rechnung per E-Mail
- • Gescannte Papierrechnung
- • Word/Excel-Dokument
- • Bild einer Rechnung
Was EINE E-Rechnung ist
- • Strukturierte XML-Datei
- • Peppol BIS (Billing) nach aktueller Spezifikation
- • Automatisch verarbeitbar
- • Nach Systemregeln validierbar
Was ist Peppol?
Peppol (Pan-European Public Procurement OnLine) ist ein europäischer Standard für den Austausch elektronischer Dokumente. In der Slowakei wird das Format Peppol BIS Billing für Rechnungen verwendet (nach aktueller Spezifikation).
Zeitplan: Was wann zu tun ist
Vorbereitungsphase
- • Audit des aktuellen Rechnungsprozesses
- • Ermittlung des Volumens inländischer Rechnungen
- • Erste Marktrecherche nach Lösungen
- • Beratung mit Buchhalter/Softwarelieferant
Lösungsauswahl
- • Veröffentlichung der Liste zertifizierter Anbieter
- • Auswahl des Implementierungsweges (Software vs. Dienstleister)
- • Vertragsabschluss mit Anbieter
- • Vorbereitung interner Prozesse
Implementierung und Tests
- • Technische Implementierung (API, Integration)
- • Testrechnungen in der Sandbox-Umgebung
- • Mitarbeiterschulung
- • Aktualisierung interner Richtlinien
Produktivstart
- • Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen für inländische Transaktionen
- • Pflicht zum Empfang von E-Rechnungen
- • Volle Integration mit MwSt.-Meldungen
Wen betrifft es?
PFLICHT (Ausstellung) für:
- • MwSt.-Pflichtige bei inländischen Transaktionen
- • Rechnungen, die ein MwSt.-Pflichtiger nach den Regeln des MwSt.-Gesetzes ausstellen muss
Vorbereiten müssen sich auch:
- • Empfänger, an die MwSt.-Pflichtige E‑Rechnungen ausstellen (Empfang, Verarbeitung, Archivierung)
- • Anbieter von Buchhaltungs-/ERP-Systemen (Integration, Automatisierung)
- • Der Umfang für weitere Transaktionstypen kann sich je nach Gesetzgebung und Zeitplan ändern
Implementierungswege: Wie geht das?
Option 1: Upgrade der Buchhaltungssoftware
Die meisten slowakischen Buchhaltungsprogramme (Pohoda, OMEGA, Money S3, MRP) bereiten E-Rechnungsmodule vor.
Option 2: Zertifizierter Dienstleister
Externe Lösung über zertifizierten Peppol Access Point Provider. Geeignet für Unternehmen mit hohem Rechnungsvolumen.
Option 3: Direktzugang über das Portal der Finanzverwaltung (e‑Faktúra)
Manuelle Ausstellung über das Webportal der Finanzverwaltung. Nur für minimales Rechnungsvolumen geeignet.
Quellen und Gesetzgebung
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