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Transaktionssteuer31. Dezember 202514 Min. Lesezeit

Transaktionssteuer (DFT) und Revolut/Wise bei der s.r.o.: wann Sie selbst zahlen müssen + Vorgehen (2026)

Nutzen Sie Revolut oder Wise als Firmenkonto? Dann wird die Transaktionssteuer möglicherweise nicht automatisch einbehalten und die Pflicht geht auf Ihr Unternehmen über. Hier ist der klare Ablauf: Wann Sie Zahler sind, wie DFT berechnet wird, was OZNDFT ist und welche Evidenz Sie führen sollten.

Ing. Marián Drozd

Steuerberater, 20+ Jahre Erfahrung

Aktualisiert: Dezember 2025

1) Was ist DFT und wen betrifft es 2026

Die Finanztransaktionssteuer (DFT) betrifft debitierte Transaktionen auf Transaktionskonten. Ab 1.1.2026 sind Selbständige (natürliche Personen) keine Steuerzahler mehr; die DFT betrifft damit hauptsächlich juristische Personen (s.r.o., a.s.) und andere Organisationen.

Revolut/Wise ≠ slowakische Bank

Wenn Ihr Konto im Ausland geführt wird (Revolut, Wise), kann eine slowakische Bank die Steuer nicht für Sie abführen. Dann wird Ihre Firma Zahler und muss DFT selbst berechnen und zahlen.

2) Wichtiger Unterschied: Steuerpflichtiger vs Zahler

Steuerpflichtiger ist derjenige, dem die Steuerpflicht entsteht. Zahler ist der, der die Steuer tatsächlich abführt. Bei slowakischen Banken ist dies meist die Bank. Bei einem Auslandskonto wird der Zahler die Firma selbst.

Schnelltest: s.r.o. + Transaktionskonto außerhalb der SR? → Sie sind Zahler → OZNDFT abgeben und Steuer selbst zahlen.

3) Wann wird die s.r.o. zum Zahler bei Auslandskonto

Wenn das Unternehmen Transaktionen auf einem ausländischen Konto ausführt, wird eszum Zahler der Steuer und muss DFT selbst berechnen, melden und zahlen.

4) Wie wird DFT berechnet

OperationSatzMaximum
Unbare Zahlung (Überweisung)0,4 %40 € je Transaktion
Bargeldabhebung0,8 %Kein Limit
Kartennutzung2 €Pro Karte / Jahr (wenn verwendet)

Wichtiges Detail zu Karten

Karten-Zahlungen (z. B. über ein Payment Gateway) können außerhalb des Steuergegenstands liegen, aber die Nutzung der Karte ist separat mit 2 € pro Jahr steuerpflichtig, wenn sie mindestens einmal verwendet wurde.

5) OZNDFT: Was Sie einreichen und bis wann

Die Meldung OZNDFT gilt als Steuererklärung. Sie wird für jedes Besteuerungszeitraum eingereicht. In der Praxis ist das Besteuerungszeitraum bei den meisten Transaktionen ein Kalendermonat, daher gilt häufig die Fristbis zum Ende des Folgemonats (z. B. Januar 2026 bis Ende Februar 2026). Bei der Steuer auf die Nutzung einer Zahlungskarte (2 €) ist das Besteuerungszeitraum das Kalenderjahr (für 2026 bis Ende Januar 2027).

Das Formular OZNDFT finden Sie im Formular-Katalog der Finanzverwaltung. Verwenden Sie immer die aktuell veröffentlichte Versionaus dem Portal der Finanzverwaltung / Finanzdirektion der Slowakischen Republik.

6) Evidenz bei Auslandskonto (Revolut/Wise)

Der Zahler muss Aufzeichnungen führen und sie bis zum Ablauf der Frist für das Recht der Steuerfestsetzung aufbewahren. Praktisch empfiehlt sich die Ablage von monatlichen Auszügen (CSV/PDF) und eine Zuordnung jeder Transaktion zu ihrem Typ (Überweisung/Bargeld/Karte).

Checkliste herunterladen (Evidenz-Vorlage)

Wir haben eine einfache Tabelle zur DFT-Evidenz für Auslandskonten vorbereitet.

Checkliste herunterladen (XLSX)

7) Verbuchung der DFT (praktische Notiz)

Die Verbuchung und die steuerliche Behandlung der DFT hängen von der konkreten Situation, der Rechnungslegung und der aktuellen Methodik ab. Richten Sie sich nach den einschlägigen Vorgaben und stimmen Sie den Ansatz mit Ihrem Buchhalter ab.

8) Häufige Fehler

  • • Auslandskonto → keine automatische Abführung → OZNDFT wird nicht abgegeben.
  • • Verwechslung der Transaktionsarten (Bargeldabhebung = 0,8 % ohne Limit).
  • • Vergessene 2 € pro Karte und Jahr bei Kartennutzung.
  • • Fehlende Evidenz und Auszüge bei einer Kontrolle.

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